Stromzähler
Die Anforderungen an Stromzähler haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Früher mussten Zähler nur den aktuellen Stromverbrauch messen. Heute sollen sie viele zusätzliche Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel Verbrauchsdaten speichern, Einspeisung von Photovoltaikanlagen erfassen oder die Netzstabilität unterstützen.
Bis 2032 müssen alle konventionellen Stromzähler durch digitale Zähler, sogenannte moderne Messeinrichtungen, ausgetauscht werden. In bestimmten Fällen ist sogar der Einbau eines intelligenten Messsystems (Smart Meter) vorgeschrieben.
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Veröffentlichung gemäß §37 Abs. 1 MsbG:
Stromzähler im Vergleich

Konventionelle Messtechnik
Die bekannten analogen Zähler in ihren schwarzen Gehäusen, werden bei Verbräuchen bis 100.000. kWh/Jahr eingesetzt. Sie sind auch bekannt als Ferraris-Zähler.
Dieser Zählertyp wird heute nicht mehr verbaut und schrittweise aus dem Stromnetz entfernt.

Moderne Messeinrichtung
Der digitale Nachfolger der Ferraris-Zähler wird bei allen Haushalten mit einem Jahresverbrauch bis 6.000 kWh/Jahr eingesetzt. Neben der digitalen Anzeige der Zählerstände verfügt dieser Zählertyp über eine optische Schnittstelle.
Nach Freischaltung durch eine PIN können über das Display Zusatzinformationen wie beispielsweise die aktuelle Leistung oder auch der Stromverbrauch der letzten 24 Monate eingesehen werden.
Die moderne Messeinrichtung muss manuell abgelesen werden und hat kein Kommunikationsmodul.

Intelligentes Messsystem
Das intelligente Messsystem besteht aus einer modernen Messeinrichtung, welche zusätzlich um ein Kommunikationsmodul (Smart Meter Gateway) erweitert wird. Dieser Zählertyp wird künftig bei allen Verbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch ab 6.000 kWh verpflichtend eingesetzt.
Zusätzlich zu den Funktionen der modernen Messeinrichtung erfasst das intelligente Messsystem sowohl Verbrauch als auch Einspeisung im 15-Minuten-Takt und übermittelt diese Daten täglich an den Messstellenbetreiber. Eine manuelle Ablesung ist damit nicht mehr erforderlich.
Das Gerät kann zudem Informationen zum Netzzustand sammeln und bildet damit eine wichtige Säule bei der Digitalisierung des Stromnetzes.

Registrierende Lastgangmessung
Die Registrierende Lastgangmessung (RLM) findet sich überwiegend bei Gewerbe- und Industrieanschlüssen mit Großverbrauchern ab 100.000 kWh/Jahr.
RLM-Zähler erheben die Daten im 15-Minuten-Takt und übermitteln diese an den Messstellenbetreiber.
Oft werden RLM-Messungen als sogenannte Wandlermessungen ausgeführt. Dabei wird zusätzlich ein Messwandler verbaut, um bei großen Strömen den Zähler zu schützen und eine präzise Messung für große Verbraucher zu ermöglichen.

Intelligentes Messsystem
Im Vergleich zu herkömmlichen modernen Messeinrichtungen, die nur den Gesamtverbrauch aufzeichnen, bieten intelligente Messsysteme (Smart Meter) mehrere Vorteile, um das Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch zu schärfen und Energieeinsparungen zu ermöglichen.
Zudem übertragen Smart Meter die Daten automatisch und verschlüsselt an den Messstellenbetreiber. So können Netzbetreiber Engpässe frühzeitig erkennen und die Versorgung insgesamt effizienter gestalten.
