Kontakt

Christian Günther
Tel.: +49(0) 721 599-3647 E-Mail

Martin Fliegauf
Tel.: +49(0) 721 599-4161
E-Mail

Intelligente Messsysteme - Smart Metering

Testkunden gesucht:

Für die Erprobung innovativer Technik im Bereich "Smart Metering" sucht die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Netzkunden, die Interesse an der aktiven Mitgestaltung der Zukunft im Mess- und Zählerwesen und dem Ausbau intelligenter Netze haben. Sind Sie Wohnungs- oder Hauseigentümer und fühlen sich angesprochen? Dann melden Sie sich über das folgende Formular an.

82 - 1 
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe in das Feld ein.
 

Weitere Informationen zum Projekt lesen Sie in der Presseinformation der Stadtwerke Karlsruhe vom April 2014

Häufig gestellte Fragen - FAQs:

Was veranlasst den Einsatz der neuen intelligenten Messsysteme?

Intelligente Messsysteme sind zentraler Bestandteil der Energiewende. Durch sie kann sich der Kunde maximale Transparenz über den eigenen Energie- und Wasserverbrauch verschaffen und Smart-Home-Lösungen anbinden. Dem Netzbetreiber ermöglichen die neuen Messsysteme den nachhaltig wirtschaftlichen Ausbau der Netze. Außerdem können die im Netz agierenden Energieversorger mit Hilfe der Daten, die die Messsysteme erheben, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und ihnen individuelle Tarifmodelle anbieten. Auch ein gezieltes Last- und Einspeisemanagement durch den kontinuierlich steigenden Anteil von regenerativen Stromerzeugern wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen ist ein wichtiger Aspekt der neuen Messsysteme.

Ist der Einbau der Messsysteme gesetzlich geregelt?

Der Gesetzgeber sieht den Einbau intelligenter Messsysteme bei bestimmten Kundengruppen als verpflichtend an. Nach aktuellem Stand sollen ab 2017 zunächst  Netzkunden mit einem jährlichen Verbrauchswert ab 20.000 Kilowattstunden Strom und Nutzer von EEG- oder KWK-Anlagen (das sind zum Beispiel Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerke) mit einer installierten Leistung  ab 7 Kilowatt mit intelligenten Messsystemen ausgestattet werden. Im Zuge eines Stufenplanes müssen bis 2030 laut Gesetzgeber alle Netzkunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden mit einem Messsystem ausgestattet werden.

Warum ist die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH schon jetzt aktiv?

Der Einsatz intelligenter Messsysteme erfordert unternehmensweit umfangreiche prozessuale und technische Vorbereitungen und Anpassungen. Das Unternehmen hat sich dazu entschlossen, sich frühzeitig den Herausforderungen zu stellen und als Wegbereiter im Bereich der Messsysteme aufzutreten. Das Ziel ist es frühzeitig entsprechenden Anpassungsbedarf zu identifizieren und Erfahrungen zu sammeln, um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig am Markt agieren zu können.

Wie ist das Projekt aufgebaut?

Im Rahmen eines großen unternehmensübergreifenden Projektes möchten wir uns gezielt auf den Roll-Out intelligenter Messsysteme vorbereiten. Das Projekt ist gegliedert in zwei Feldtests und eine groß angelegte Pilotphase im Jahr 2016. Im Zuge des Projektes haben wir vorgesehen insgesamt 1.200 freiwillige Netzkunden und Mitarbeiter im Stadtgebiet Karlsruhe mit intelligenten Messsystemen auszustatten.

Wie funktioniert die neue Technologie?

Zusätzlich zur Zählerinfrastruktur für Strom, Gas, Wasser und Wärme kommt ein sogenanntes Gateway zum Einsatz, das quasi als Datendrehscheibe dient. Dieses Gateway sammelt die Daten der Verbrauchssensoren und übermittelt diese über eine Datenverbindung an den Netzbetreiber. Über diese Datenverbindung, die in beide Richtungen funktioniert, ist es auch möglich, steuernd in das Gesamtsystem einzugreifen. So könnte der Netzbetreiber zum Beispiel bei zu viel Strom im Netz Photovoltaikanlagen abschalten.  Oder der Kunde kann über eine Smart-Home-Lösung Haushaltsgeräte per Mobiltelefon ein- oder ausschalten.

Welche Herausforderungen gehen damit einher?

Die Messsysteme liegen momentan nur im Prototypenstadium vor, leiden also noch unter 'Kinderkrankheiten'. Außerdem stellt uns die Kommunikationsanbindung der Messsysteme in den Haushalten vor große Herausforderungen. Neben diesen technischen Gesichtspunkten macht uns die noch unklare gesetzliche Situation zu schaffen. Trotzdem wollen wir unsere Netzkunden möglichst früh aufklären und an der neuen Technologie teilhaben lassen. Denn wenn die Messsysteme marktreif sind, bieten sie den Kunden einiges an Mehrwert.

Wie sehen die Lösungsansätze aus?

Beim Einbau der Messsysteme werden wir nach Stadtteilen vorgehen und dabei Erfahrungen mit der Installation und Inbetriebnahme der Geräte sammeln. Aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten je Stadtbezirk werden verschiedene Kommunikationstechnologien zum Einsatz kommen. Optimal für uns ist es, wenn wir unsere eigenen Lichtwellenleiter und Kupferleitungen für die Datenübertragung nutzen können. Aber das geht nicht überall. In einigen Gebieten werden wir die Daten per Funk übertragen.  In den Feldtest- und Pilotphasen sammeln wir schon jetzt Erfahrungswerte, um uns auf die gesetzliche Einbaupflicht ab 2017 optimal vorzubereiten.  

Womit muss ich als freiwilliger Testkunde rechnen?

Zunächst wird das Testsystem durch Techniker der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH nach entsprechender Terminvereinbarung eingebaut. Sollte das Testsystem ausfallen, werden wir es austauschen. In Gebieten mit Datenübertragung per Funk sind vereinzelt Feldstärkemessungen notwendig. Auch hier werden wir Sie rechtzeitig vorab informieren. Die Versorgungssicherheit hat für uns höchste Priorität und ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Welche Voraussetzung muss ich für eine Teilnahme an der Testphase mitbringen?

Sie sollten Wohnungs- oder Hauseigentümer sein und im Stadtgebiet Karlsruhe wohnen. Als Mieter sollte Ihnen eine Einverständniserklärung des Eigentümers vorliegen.

Kann man die Testphase abbrechen?

Natürlich, das geht jederzeit. In diesem Fall werden unsere Techniker das Messsystem ausbauen und die Zählerinfrastruktur in den ursprünglichen Zustand versetzen.

Was kostet mich die Teilnahme?

Die Teilnahme ist für den Zeitraum der Test- und Pilotphase kostenfrei. Sollten Sie sich danach für den weiteren Einsatz des Messsystems entscheiden, müssen sie gegebenenfalls mit höheren Grundgebühren rechnen.

Welche Vorteile habe ich bei einer Teilnahme?

Wir planen, den Teilnehmern der Testphase eine webbasierte Verbrauchsinformation anzubieten. Dann haben Sie ihren Energieverbrauch im Blick und können Energiesparmaßnahmen besser planen. Mehr bieten die Pilotgeräte noch nicht, da die Pilotphase ja auch dazu dient, die Messsysteme zu verbessern und mit zusätzlichen Funktionen auszustatten.

Wann geht es los?

Der Einbau der ersten Geräte ist für Juni 2015 geplant und wird voraussichtlich bis Mitte 2016 dauern.

Netzservice GmbH @netzservice 18. November 2016
Update Stromstörung Umspannwerksbezirk Heide: Ursache war Brand in einer Kundenstation.
Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen